Vor rund 11.000 Jahren, in der Jungsteinzeit, begannen unsere Vorfahren Getreide anzubauen. Zunächst wurde Einkorn und Emmer gepflanzt, deren Körner sie roh verspeisten. Irgendwann kamen sie auf die Idee, diese Körner zu zerstoßen und einzuweichen. Nach einigen Versuchen kippten unsere Vorfahren vermutlich die Masse auf einen heißen Stein und siehe da, der Teig wurde fest!
In der Hochkultur der Ägypter wurde das Brotbacken in vielerlei Hinsicht revolutioniert. Sie haben die ersten Bäckereien errichtet, entwickelten Lehmöfen und backten ihr Brot in erhitzten Tontöpfen. Dieser Schritt war entscheidend, denn das Brot muss komplett von der Hitze umschlossen sein, um gleichmäßig durchzubacken. Die zweite grundlegende Entdeckung war die Wirkung von Hefe - winzige Hefepilze und Milchsäurebakterien, die in der Luft vorkommen, vermehren sich im Teig und setzen dabei Kohlendioxid frei. Der Teig legt an Volumen zu.
Diese Prozesse sind auch maßgeblich für die Namensgebung verantwortlich. Das Wort „Brot“ stammt unter anderem vom Althochdeutschen „prôt“ (Gegorenes) ab und wurde auch für Backwaren ohne Zusatz von Hefe verwendet. Auch in anderen Sprachen lässt sich diese Abstammung noch nachvollziehen, beispielsweise im Englischen „bread“, im Skandinavischen „Bröd“ oder „Brood“ in Afrikaans.
In Deutschland gibt es heutzutage schätzungsweise 3.000 verschiedene Sorten Brot. Die große Auswahl ergibt sich aus den unterschiedlichen Zusammensetzungen der verwendeten Getreidesorten, Mehltypen, Triebmitteln und Verarbeitungen.
Quellen: geo.de, wikipedia.org, vis.bayern.de, brotinstitut.de